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.: Geocaching auf Deutschlands größter Insel :.

Ruegencacher-Stammtisch-Interview 04/2012: explora

Leicht verspätet, aber hier ist es, das Stammtisch-Interview für Monat April. Die exploras aus Stralsund stellen sich diesmal den Fragen. Auch sie sind, ähnlich wie die Ryckswimmers, schon sehr lange dabei, genauer gesagt seit Mai 2006. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

 

Hallo Katja und Bernd, schön, dass ihr euch für dieses Interview Zeit nehmt!

 

Wie seid ihr zum Geocaching gekommen?

 

Wahrscheinlich anders als die meisten. Bei uns war erst das GPS da und später kam das Cachen. Das GPS war ausschließlich zum Navigieren beim Segeln angeschafft worden. Irgendwann erzählte dann mal Bernds Schwager zufällig, dass es da ja so eine „Art Spiel mit GPS geben soll...“ Schon am nächsten Tag waren wir dann auf den Seiten von geocaching.com gelandet und waren völlig von den Socken, dass es „so was“ sogar in Stralsund gibt – und das auch noch vor unserer Haustür.

 

Wie kam der Nickname explora zustande?

 

Das war eigentlich der Name eines Musikensembles, in dem Bernd mal vor langer Zeit mitgespielt hatte. Und da unser GPS ja „eXplorist 400“ heißt, kam Katja schließlich auf den Namen explora.

 

Was war euer erster Cache?

 

Das war ‚Hürdenlauf am Frankenteich’ (GCV21H) von dir. Rund war damals auch Katjas Bauch, da sie im 8. Monat schwanger war. Daher haben wir diese Runde auch in zwei Etappen absolvieren müssen, waren aber direkt angefixt.

 

Lieblings-Tradi, Lieblings-Multi, Lieblings-Mystery? (auch außerhalb der Homezone, wenn es da welche gibt)

 

Schwierige Frage. Eigentlich können wir das so einfach nicht beantworten. Bei den Tradis haben wir am liebsten solche, die uns zu Orten führen, die wir sonst nie entdeckt hätten. ‚Dwasieden’ (GC1BXPW) wäre zum Beispiel so einer. Bei den Multis stehen wir durchaus auf spannende LostPlaces, auch wenn das jetzt mit den kleinen Kindern eher selten machbar ist. Knackige Rätsel-Caches wie z. B. den legendären „Enigma“ (GC448A) oder „Terra mercatora“ (GC1JGV9) mögen wir auch sehr.

 Kyrkö Mosse scrapyard

 

Was war euer bisher schönstes/abenteuerlichstes/aufregendstes/spannendstes/positivstes oder

ungeschicktestes Cacheerlebnis?

 

Hmm .... also die schönsten waren vielleicht Dwasieden“, „Stützpunkt Wolchow“ (GC1V1HA) oder Kyrkö mosse scrapyard“ (GCGDXZ). Letzterer ist ein alter Autofriedhof mitten in der schwedischen Wildnis. Das sieht schon irre aus, wenn zwischen den Bäumen diese ganzen alten schicken Volvos vor sich hin rosten und die Natur sie allmählich vereinnahmt. Am abenteuerlichsten war es sicher in Beelitz. Es zeichnete sich ja damals schon ab, dass die Caches dort bald Geschichte sein würden und so sind wir sie dann in einer konzertierten Aktion im Sommer 2008 angegangen. Das war schon ganz großes Kino und hat den Aufwand auf jeden Fall gelohnt.


Aufregend war unser wiederholter Versuch, den damals neuen LP von dir Lex ‚Rattenscharf’ (GC1Y93Z) zu finden. Die Grundstückseigentümer schlichen dauernd da rum und wir hatten sogar noch ein kleines Kind dabei – kein Wunder, dass wir dann ziemlich bald auch aufflogen. Lief aber alles glimpflich ab.

 

 Die Chirurgie in Beelitz - Heilstätten

 

 

 Das Tau GC2F4YW

 

Was war euer erster gelegter Cache?

 

Nachts am Moorteich (GCXJ31). Bernd wollte damals unbedingt einen Nachtcache legen und stolperte im Forum über die reaktiven Blinker. Im Nachhinein betrachtet sind natürlich einige Stationen nicht so optimal gelöst, auch deshalb wollen wir den Cache jetzt etwas umarbeiten.

 

Ihr habt öfter mal im Urlaub in Schweden gecacht, hab ich gesehen, gibt es Unterschiede zwischen schwedischen und deutschen Caches?

 

Aber ja – vor allem die Cachebehältnisse: die berühmte schwedische 1 Liter-Eisdose ...

 

Die meisten Caches in Schweden sind eher selten frequentiert, auch da sie zum Teil wirklich weitab jeder Zivilisation liegen. Da vergehen schon mal locker mehrere Monate zwischen den logs. Vielleicht sind sie auch deshalb oft recht offensichtlich ‚versteckt’. Und stabile Dosen haben wir auch kaum gefunden. Im Vergleich zu so mancher Edel-Dose hier wirken die Behältnisse in Schweden doch eher improvisiert und sind auch schon mal etwas undicht ....

 

 Schwedische Einsamkeit

 

Ihr geht sicher mit euren Kindern zusammen auf Cachetour. Was sollte einen guten Kindercache ausmachen?

 

Die Wegstrecke sollte bewältigbar sein. Sowohl für kleine Kinder, die noch nicht so gut zu Fuß sind bzw. für einen Kinderwagen. Manchmal haben wir den aber auch irgendwo in der Wildnis stehen lassen, wenn es nur noch zu Fuß weiterging. Bei Multis sollten die Aufgaben natürlich kindgerecht, bzw. für Kinder ansprechend sein. Eine Dose voller ‚Schätze’ versteht sich ja quasi von selber. Unsere Große ist schon ziemlich darauf fixiert und dann natürlich oft enttäuscht, wenn nichts oder nur ‚doofe Sachen’ drin sind.

 

Welches war die letzte Anschaffung für eure Cacherausrüstung?

 

Eine Wathose – die leistet auch bei der Wartung von unserem Adoptivcache ‚Fischfutter’ (GC1TP6Z) treue Dienste.

 

Bei welchem Cache habt ihr euch besonders schwer getan, evtl. mehrere Anläufe benötigt oder zunächst sogar einen DNF geloggt?

 

Spontan fällt uns da ‚Der unzufriedene Gast’ (GC2DF0Q) ein: Erst waren wir blöd, dann blind und dann unsportlich. So oft haben wir noch nie zum Telefonjoker gegriffen....

 

Gibt es einen Cache, den ihr unbedingt einmal machen wollt oder eine Region in der ihr gerne einmal Dosen suchen wollt?

 

Vielleicht „Enigma“ – jetzt, wo wir die Rätsel gelöst haben, würden wir auch gerne mal zum Ort des Geschehens fahren – aber das ist sehr weit weg ... Ansonsten haben wir auch von einigen legendären LostPlaces gehört, aber dass wird sicher erst wieder etwas werden, wenn die Kinder größer sind (vorausgesetzt, sie wollen dann überhaupt mit ...).

 

 

Burgebesetzer im Elsass

 

 

 

LES CHEMINS DE LA MEMOIRE (2) in Frankreich (GC1GXZD)

 

 

Ergänzt folgenden Satz: Ich cache, weil …

 

... es schlank macht?!

 

Bei welchem Cache war die Verletzungsgefahr am höchsten, und ihr habt euch später gefragt, ob der Log das Risiko wert war?

 

Vaters Geheimnis (GC22H1R) – das war schon ein wenig der atemwegstechnische Supergau.

 

Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann einmal mit dem Cachen aufzuhören?

 

Könnte durchaus mal der Fall sein, wenn es noch mehr zum Massensport wird und die sportiven Massen es nicht mehr als ein Spiel betrachten, sondern alles zu ernst nehmen. Leider gibt es davon schon jetzt zu viele. Oder wenn die Kinder mal überhaupt keine Lust mehr zum Dosensuchen haben.

 

 

Katja und Bernd, herzlichen Dank für die ausführlichen Eindrücke!

 

 

Auch im Mai wird es natürlich wieder ein Interview geben, Diesmal kommt eine bekannte Cacherin zu Wort. Mehr wird nicht verraten. ;)

 

 

Kommentare  

 
#4 19sly90Tim 2012-05-20 19:11
Das erste mal als wir auf explora trafen, kam er aus dem Theater gelaufen und hat sich gefreut, dass wir seinen Cache "Vorhang auf" suchten. Leider wurde dieser gemuggelt. Im Gespräch war er sich nicht sicher, ob er den Cache ein weiteres mal verstecken will. Da es einer unserer ersten Caches war und wir aus dem Gespräch noch das Wort "archiviert" im Hinterkopf hatten, haben wir aus Unwissenheit gleich mal ein "Sollte archiviert werden" geloggt. :D Das erste mal das wir einen Cacher getroffen haben, das erste mal das wir explora getroffen haben und wir machen uns gleich richtig beliebt. =)
 
 
#3 madomaMario 2012-05-14 22:08
madoma verfolgt diese Seite und die Interviews auch regelmäßig - Weiter so.
 
 
#2 RE: Ruegencacher-St ammtisch-Interv iew 04/2012: exploraVirtualboy 2012-05-13 15:12
Klar werden die Interviews gelesen. Bin schon gespannt wer als Nächster Rede und Antwort steht.
 
 
#1 GudrunDieterGB23 2012-05-12 10:42
Schade ist es, daß es zu den Interviews insgesamt so wenige Rückmeldungen gibt. Die werden doch sicher gelesen, oder?

Danke auch für dieses Interview.
Die Erinnerung an unser erstes Zusammentreffen mit Herrn Explora, welches aber kein wirkliches Zusammentreffen war, läßt uns heute manchmal noch schmunzeln. Blöd gelaufen – das ist wohl die richtige Bezeichnung dafür.
An die Moorteichrunde erinnern wir uns sehr gern zurück und besonders auch an A.B. Die technischen Spielereien haben sich uns besonders eingeprägt und machen diese Caches zu etwas Besonderem. Danke für die tollen Ideen.
 

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