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.: Geocaching auf Deutschlands größter Insel :.

Ruegencacher-Stammtisch-Interview 06/2012: Teddy-Teufel

Das Cacher-Urgestein Teddy-Teufel von der schönen Urlaubsinsel Usedom hat sich für den Monat Juni den Fragen gestellt. Wer kennt ihn nicht. Seit Juni 2006 bereichert er die Community mit seinen vielen Caches und er ist einer der Mitbegründer des berühmten Nägel mit Köpfen - Events in MeckPomm. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

 

Hallo Achim, schön dass du dir für dieses Interview Zeit nimmst.

 

Wie bist du zum Geocaching gekommen?  Durch meinen Sohn, er hatte so ein kleines Gerät, da war eine Karte zu sehen und ein kleines Dreieck, welches den gegenwärtigen Standort anzeigt. Das fand ich faszinierend und wollte auch so etwas haben.

 

Wie kam der Nickname Teddy-Teufel zustande? Irgend einen Splien hat Jeder, ich sammelte damals Teddybären und meine Frau Teufel. Da ich sie beim Geocaching nicht ausschließen wollte nannten wir uns Teddy-Teufel. Dieser Nick zieht sich unterdessen durchs ganze WEB.

Was war dein erster Cache? Das war Baltic Castle, ein virtueller Cache, der damals 2006 noch erlaubt war.

Lieblings-Tradi, Lieblings-Multi, Lieblings-Mystery? (auch außerhalb der Homezone, wenn es da welche gibt) Mir sind alle Caches lieb, bei denen man erkennen kann, der Owner hat sich wirklich Gedanken gemacht und nicht einfach um einen Cache zu legen eine Filmdose irgendwo hingeklemmt. Das bemerkt man allerding immer erst am Versteck selbst. Bei mir beginnt ein Cache mit einem gut gestalteten Listing, Auswahl einer ansprechenden Location, Gestaltung der Dose und endet letztendlich mit dem Versteck selbst.

 

Nicht abrutschen! 


Was war dein bisher schönstes/abenteuerlichstes/aufregendstes/spannendstes/positivstes oder ungeschicktestes Cacheerlebnis? Mein aufregendstes Erlebnis war damals bei den „Drei alte Damen“ von Anfall2005. Das abenteuerlichste war die „Mäusejagd“ der Wampenschleifer.

 

Drei alte Damen

 

In Polen

 

Gefunden!

 

Was war dein erster gelegter Cache? "Der Kessel in der Hexenheide" Damit wollte ich die Leute auf die Hexenheide im Bereich von Zinnowitz hinweisen , eine kleine Rechenaufgabe stellen und einfach mal sehen, wie das so funktioniert.

Welches war die letzte Anschaffung für deine Cacherausrüstung? Das waren Alurohre von einem alten Vorzelt, die kann man sehr gut transportieren, bei Bedarf zusammen stecken und dann schon „hochlangen“. Eine Teleskopleiter gehört schon länger zur ständigen Ausrüstung.

 

 

Bei welchem Cache hast du dich besonders schwer getan, evtl. mehrere Anläufe benötigt oder zunächst sogar einen DNF geloggt? Bei der Grünen Mauritius in Zinnowitz, dort waren wir dreimal mit den Seehunden und zweimal allein aber aufgeben ist nicht und wir haben etwas dazu gelernt.

 

Mit wem gehst du häufig zusammen auf Cachetour? Das ist unterschiedlich, damals war ich oft mit Sonneninsel unterwegs, auch mit Rauchsäule und Hanni2011, den Seehunden, im Harz mit Team Nordik Walking und den Teufelsengeln, gegenwärtig jedoch überwiegend mit jensreisen. Frau jensreisen ist unterdessen berühmt für ihre Kuchen. Wenn wir losziehen, bringt sie immer einen selbstgebackenen mit. Bei unseren Touren gibts dann Kaffee, Kuchen, Bouletten, Kartoffelsalat u.v.m. Jeder steuert etwas dazu. Nicht zu vergessen Obst für die Vitaminpausen.

 

Ich halte es für angebracht, hier auch einmal ein kleines Problem zu schildern: Am Cache „Fiesling XXL“ waren damals 2011 Seehund, Still-Hide, Jensreisen und ich am Rätseln. Als wir es heraus hatten musste ein Boot organisiert werden. Wir waren uns jedoch einig, da es sich um einen FTF handelt, Stillschweigen zu bewahren. So kam es dass keiner eine Info an andere Cacher gab und auch nicht geben sollte. Selbst als ich dann persönlich gefragt wurde, verriet ich nichts vom gegenwärtigen Stand der Dinge. Als wir dann erfolgreich geloggt hatten wurde mir plötzlich von dem Cacher der Vorwurf gemacht, ich hätte falsch gehandelt und ihm als Kumpel etwas sagen müssen. Jetzt solle ich mich für mein Verhalten entschuldigen. Dazu sah ich keine Veranlassung, da es nicht üblich ist zu einem FTF einzuladen, schon gar nicht wenn kein Anteil am Rätseln dabei war.


Seitdem wurde leider der Kontakt bis auf „Guten Tag“ abgebrochen. Eigentlich schade, weil wir nicht verstehen können, dass es beim Cachen zu so einer Rivalität kommen kann, die zudem schon solange anhält. Nach damals mehreren Versuchen Kontakt aufzunehmen, sowie fehlgelaufenen Schlichtungsversuchen durch Jensreisen und Hanni2011, wartet das Insel-Team Usedom bis heute vergeblich auf eine positive Klärung.

 

 

Freunde

 

Wald und Wiesencacher

 

Pausenversorgung

 

Quark-Mandarine

 

Gibt es einen Cache, den du unbedingt einmal machen willst oder eine Region in der du gerne einmal Dosen suchen willst? Wir haben unterdessen Caches in mehreren Bundesländern, sowie einen in der Tschechei und mehrere in Polen liegen. Bei Niechorze liegt mein östlichster Cache. Das Gebiet um Kolobrzeg haben wir schon einmal beschnuppert, dort möchte ich unbedingt noch einmal hin, vielleicht erreichen wir eines Tages auch Gdynia, dort wohnt unser Cacherfreund Soolash. Na und eine Dose haben wir rein zufällig immer im Gepäck.

Ergänze folgenden Satz: Ich cache, weil … es vielseitig ist, man sich an der frischen Luft bewegt und Orte, sowie Leute kennenlernt, die man ohne Geocaching vielleicht niemals getroffen hätte. Ich habe auch nie gedacht, dass ich fürs Geocaching meine Programmier- und Elektronikkenntnisse gebrauchen kann. Hast du eigentlich schon eine IR-Fernbedienung in deiner eCGA?

 

FTF-Jagd

 

 

FTF-Ausfechten

 

Worüber ärgerst du dich oder Was freut dich an unserem Hobby? Gefreut habe ich mich über einen Eintrag in einem Logbuch, der von dem Waldpächter stammte. Er hatte einen vermißten Behälter sichergestellt und Info geschickt. Ärgern kann ich mich über Kurz- und Leerlogs, sowie Cacherätsel bei denen man denken kann, daß der Outdoorteil anscheinend nebensächlich ist. Eine andere Sache ist der zunehmende Vandalismus, da werden aus Reaktivlichtern die Batterien gemopst, dann hatte Jemand bei Dargun in einen Cache gesch... und an anderer Stelle einen Petling mit einem Urinprobenbehälter verwechselt.

Bei welchem Cache war die Verletzungsgefahr am höchsten, und du hast dich später gefragt, ob der Log das Risiko wert war? Bei einem Cache jetzt kürzlich in HGW war ich unachtsam und ein Ast verletzte mich unterhalb des linken Auges, während des Loggens fing es dann mächtig an zu bluten, es sah gefährlich aus aber ich war nicht allein und im Auto war Pflaster. Es hätte ja auch ... Hinterher habe ich mich geärgert, daß wir kein Foto davon gemacht haben.

 

 

 

 

Mit 156 selbstgelegten oder adoptierten Caches bist du wohl an der Spitze in MeckPomm, wenn ich das richtige überblicke. Ist der Wartungsaufwand dafür nicht enorm? Wie schaffst du das? Als EU-Rentner bin ich wohl überwiegend Geocacher. Zur Zeit habe ich 106 aktive Caches, adoptiert habe ich einen und zur Adoption habe ich 36 gegeben. Fünfzig sind archiviert. Bei Legung achte ich möglichst auf Wetterfestigkeit der Behälter, Logbücher werden so dimensioniert, daß sehr viele Einträge hinein passen. Wenn dann nichts Außergewöhnliches passiert, hält sich die Wartung in für mich vertretbaren Grenzen. So befindet sich zum Beispiel in einem am 01/2011 zur Adoption gegebenen Cache immer noch das Originallogbuch. Übrigens Logstreifen gehören bei mir zur Ausnahme.

Du bist auch ausgesprochener Coinsammler und verteilst gerne mal Discover-Listen auf Events. Was fasziniert dich so daran? Wie viele Coins sind es inzwischen? Damals selbst eine Usedomcoin-Serie kreiert. In meiner Sammlung befinden sich gegenwärtig 55 Coins, mein Großer hat weit über 3000 also nicht der Rede wert. Meine Mappe nehme ich zu Events mit wer Freund des Discoverns ist, kommt dann zum Zuge. Damit nicht jede Coin einzeln befummelt werden muß, habe ich Listen dabei, so kann man zu hause in Ruhe discovern. Ein Bild der Coin gehört selbstverständlich dazu, so kann man sie dort noch einmal "bewundern".

Kannst du dir vorstellen, irgendwann einmal mit dem Cachen aufzuhören? Gegenwärtig nicht, obwohl ich schon einige Male die Nase voll hatte. Es zunehmend so wie de Ryckswimmers es schon gesagt haben. Cachen ist nicht mehr das was es einmal war, der Zusammenhalt war damals größer. Die Grobmotoriker nehmen zu, den Wildschweinmodus kannten wir 2006 auch noch nicht und manchmal hat es sogar den Anschein, als wenn sich eine Art Neid einschleicht. Ich finde es jedoch schön, wenn man kleine lustige Geschichten fürs Listing erfindet, wo manchmal auch die Cacher oder sogar Onkel Fedja und Fortwo verewigt sind. Das möchte ich nicht mehr missen.

 

Mitten im Wald

 

Cito

 

Pinverteilung

 

Achim, herzlichen Dank für die ausführlichen Eindrücke! Vielleicht ergibt sich ja beim Flashmob-Event jetzt am Samstag die Gelegenheit, eine Annäherung und Versöhnung mit Sonneninsel zu erreichen. Ihr kommt ja beide.

 

 

Nachtrag 10.6., nach dem Flashmob: Es hat geklappt! Die Versöhnung hat stattgefunden. Toll!

 

Auch im nächsten Monat wird es natürlich wieder ein Stammtisch - Interview geben. Lasst euch einfach wieder überraschen.

 

 

 

Kommentare  

 
#3 UsedomTeam Sonneninsel 2012-06-08 08:34
Hallo, :lol: weil wir hier persönlich mit Namen angesprochen
wurden, werden wir gegebenenfalls eine Richtigstellung hier veröffentlichen.

Schöne Grüße vom Team Sonneninsel :lol:
 
 
#2 madomaMario 2012-06-07 15:15
...nett zu lesen....
 
 
#1 RE: Ruegencacher-St ammtisch-Interv iew 06/2012: Teddy-TeufelVirtualboy 2012-06-05 23:53
Zitat: "Achim, herzlichen Dank für die ausführlichen Eindrücke! Vielleicht ergibt sich ja beim Flashmob-Event jetzt am Samstag die Gelegenheit, eine Annäherung und Versöhnung mit Sonneninsel zu erreichen. Ihr kommt ja beide."
Fände ich gut, ich als Veranstalter gebe Euch gern ein Bier aus.
VB
 

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