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.: Geocaching auf Deutschlands größter Insel :.

Reisebericht zur „Rund Rügen Trophy“ - Etappe 1

 

 

Ja, wie kamen wir eigentlich auf diese verrückte Idee, frage ich mich gerade zurückblickend. So ganz genau kann ich mich daran gar nicht mehr erinnern. Irgendwann legten der NavigatorHST und ich dann einen Termin fest und sagten: „Da ziehen wir los.“ Wenn ich ehrlich bin, bin ich davon ausgegangen, dass wir beide allein zu diesem Event loswandern würden. Das es am Ende neun Mutige und zwei tapfere Hunde sein würden, das hätten wir nicht erwartet. Und doch kam es so. Immer mehr „will attends“ schwirrten digital zu uns und schließlich brach der große Tag an und die Uhr bewegte sich unaufhaltsam auf die magische 05:30 Uhr Marke zu.

 

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Immer mehr Gestalten schälten sich aus der stockdüsteren Nacht und bildeten einen Kreis. Kaffee und Kuchen machte die Runde und die neusten Ereignisse wurden ausgetauscht. Schließlich war es dann Zeit zum Aufbruch. Mit den besten Wünschen der Zurückbleibenden marschierten wir auf 18 Beinen und 8 Pfoten der Sonne entgegen. Diese ließ sich nicht lumpen und innerhalb kürzester Zeit hatten wir einen perfekten und herrlichen Sonnentag, obwohl Samstag war.

 


Der Auftakt der Tour bildete gleich der erste Stopp in Altefähr. Hier galt es den gerade zur Tour frisch ausgelegten Tradi „Täuschen-Tarnen-Loggen“ der Nemofamilie im Rahmen eines Massen-FTF zu erlegen. Dies gelang uns halbwegs ohne die gesamte Nachbarschaft wach zu machen... hoffen wir zumindest mal. Danach ging es über den Hafen von Altefähr dem Sundwanderweg entlang bis zur Kapelle nach Bessin. Kurz darauf hatten wir dann „ein kleineres Wegführungsproblem“, so möchte ich es mal nennen.
Der Wherigo, der während der Tour quasi seinen Betatest erlebte, zeigte hier nämlich eine Weg an, welcher nicht mehr existierte. Die Bauern müssen ihn kurz zuvor einfach mit untergepflügt haben. Mein „Also ich hätte schwören können, dass hier ein Weg war!“ wurde seitens der anderen Wanderer nur mit hochgezogenem Augenbrauen und lange gedehntem „Aha.....“ kommentiert. Dieser kleine, mittlerweile behobene, Fehler bescherte uns ein paar Extrakilometer. Aber egal, die erste Pause stand ja bald an.

 

 

Schnellen Schrittes erreichten wir bald das selbsternannte „älteste Piratennest“ Rügens, das Gut Grabitz. Ob dieser Titel historisch belegt ist, konnte zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Berichtes nicht abschließend geklärt werden. Nach einer ausgedehnten Frühstückspause in herrlichem Sonnenschein verließ die Gruppe dann die ausgetretenen Pfade und beschritt wegmäßig Neuland. Wir bewegten uns nun eine ganze Weile küstennah durch die herrliche Landschaft Westrügens. Und diese schöne Natur ließ sich natürlich nicht lumpen, sie erfreute uns mit jeder Menge nassen kniehohem Schilf und riesigen Schwanenschwärmen.

 


Weiter ging es dann über die Eichenallee (T3 und T5 lassen grüßen) nach Landow. Hier wurde dann während der zweiten und letzten Rast vor dem finalen langen Marsch nach Gingst noch nebenbei ein kleiner Cache versteckt.


Während alle sich innerlich wappneten, hegten unsere vierbeinigen Begleiter ganz weltliche Überlegungen. Sowohl Oskar als auch Flori (zumindest von einer Dame hätte ich das nicht erwartet) versuchten mir während der Pause mein Wurstbrot zu klauen. Nur katzenhafte Reflexe bewahrten mein Brot vor einem unschönen Schicksal.

 

 


Dann kam der Teil der Tour der von einigen als Tortour bezeichnet wurde. Schnurstracks geradeaus führte uns unser Weg über einen nicht enden vollendenden Feldpfad. In der Ferne war der Kirchturm von Gingst zu sehen... und er kam und kam nicht näher. Allen steckte mittlerweile die Wegstrecke in den Knochen. Auch unsere Vierbeiner zeigten erste Ausfallerscheinungen...


Schließlich erreichten wir die letzten Wegecken. Freundlich wurden wir von den Einheimischen empfangen. Hmm, jubelnde Menschenmassen hatte ich gar nicht organisiert... wo kamen die nur her? Kann aber auch sein, dass ich mir die nur eingebildet hatte... wer weiß. Das GPS gibt mit einem leisen Fiepen Bescheid, dass der letzte Wegpunkt erreicht wurde. Das Ziel ist also greifbar nahe... nur noch wenige Schritte.


Erschöpft erreichen wir dann nach ca. 8 Stunden Marsch unser Ziel. Das gute Gefühl etwas Einzigartiges gemeinsam überstanden zu haben, überlagert die Anstrengungen und die Ermüdung. Alle strecken die müden Glieder und Oskar schläft auf der Stelle ein. Nicht mal frisches Futter konnte ihn motivieren. Erschöpft aber glücklich nicken sich alle zum Abschied zu. Glücklicherweise wurden wir abgeholt... zurückkaufen hätte ich nicht gewollt..

 

 


Danke an alle die mitgekommen sind. Es war ein grandioser Tag. Ich freue mich schon auf die nächste Etappe.

 

Hier geht's zu den Impressionen unserer Tour.

 

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Kommentare  

 
#2 GudrunDieterGB23 2011-10-14 13:22
Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder. Das war mit Sicherheit ein Tag, der allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Hut ab vor dieser grandiosen Leistung!
 
 
#1 RE: Reisebericht zur „Rund Rügen Trophy“ - Etappe 1Lex 2011-10-05 22:17
Schöner Bericht und tolle Fotoimpressione n! Vielleicht klappts bei der nächsten Etappe. ;-)
 

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